Smart Border Austria

Das ändert sich im Zollverkehr zwischen Österreich und der Schweiz.

Delivery truck speeding along a sunlit highway, with motion blur in the foreground and a large trailer logo on the right.

Der Zollverkehr zwischen Österreich und der Schweiz wird digitaler. Mit Smart Border Austria wird das bisherige Verfahren an der Grenze schrittweise modernisiert. Für Exporteure, Transporteure und Spediteure bedeutet dies vor allem eines: Die Zollabwicklung muss noch konsequenter vor dem Eintreffen des Fahrzeugs an der Grenze vorbereitet werden.

Seit dem 1. Juli ist Smart Border Austria an der Grenzzollstelle Tisis / Schaanwald bereits im Einsatz. Die Einführung wird nun schrittweise auf alle österreichischen Grenzzollstellen zur Schweiz ausgeweitet und soll bis zum 30. November 2026 vollständig abgeschlossen sein.

Multi-lane highway with several cars, a green road sign listing München and nearby cities, set against hills and a blue sky with clouds on a clear day.

Was ist Smart Border Austria?

Mit Smart Border Austria entfällt der bisher verwendete Laufzettel vollständig.

Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Prozesses ist, dass die Kontrolltätigkeit künftig durch den Schweizer Zoll erfolgt. Entsprechend müssen sämtliche notwendigen Zollformalitäten bereits vorbereitet sein, bevor das Fahrzeug an der Grenze eintrifft.

Für Unternehmen bedeutet dies: Vollständige und rechtzeitig übermittelte Angaben und Dokumente werden für eine reibungslose Grenzabfertigung noch wichtiger.

Was ändert sich konkret?

Für Sendungen zwischen Österreich und der Schweiz gelten folgende Anforderungen:

  • Vor dem Grenzübertritt muss eine e-dec-Verzollung als Vorausanmeldung erstellt werden.
  • Die Verzollung muss am gleichen Kalendertag erfolgen, an dem das Fahrzeug die Grenze überschreitet.
  • Zusätzlich werden ein Digital Transport Slip (DTS) sowie ein österreichischer Grenzzollausgangsschein benötigt.
  • Dem Handlingpartner an der Grenze müssen sämtliche relevanten Versanddokumente inklusive der Vorausanmeldung vorliegen.

Für die Erstellung des österreichischen Grenzzollausgangsscheins sind zudem folgende Angaben erforderlich:

  • vollständige Adresse des Frachtführers
  • korrektes Fahrzeugkennzeichen

Wichtig für die Praxis

Insbesondere das korrekte Fahrzeugkennzeichen sollte frühzeitig bekannt und übermittelt werden. Fehlende oder unvollständige Angaben können die Vorbereitung der benötigten Dokumente erschweren und damit den Grenzübertritt verzögern.

Welche Dokumente benötigt der Fahrer?

Damit die Abwicklung an der Grenze möglichst reibungslos erfolgen kann, muss der Fahrer folgende Dokumente mitführen:

  • Digital Transport Slip (DTS)
  • Österreichischer Grenzzollausgangsschein

Wir empfehlen unseren Kunden, beide Dokumente bereits vor Fahrtantritt elektronisch an den Fahrer weiterzuleiten.

So ist sichergestellt, dass die benötigten Unterlagen beim Grenzübertritt unmittelbar verfügbar sind.

Blue road sign showing the EU circle of stars and the text ‘Republik Österreich’ to indicate entering Austria, with a 1000 m distance marker below.

Was gilt während der Übergangsphase?

Aktuell werden sowohl der Digital Transport Slip als auch der österreichische Grenzzollausgangsschein durch unseren Handlingpartner an der Grenze erstellt.

Während dieser Übergangsphase müssen Fahrer deshalb weiterhin das Büro des Handlingpartners an der Grenze aufsuchen.

Mit dem weiteren Rollout von Smart Border Austria wird der Prozess jedoch schrittweise digitalisiert. Nach der vollständigen Einführung an allen österreichischen Grenzzollstellen, geplant bis zum 30. November 2026, soll der Grenzübertritt künftig über eine automatische Kennzeichenerkennung erfolgen.

Dadurch wird der persönliche Besuch beim Handlingpartner voraussichtlich entfallen und die Grenzabfertigung kann deutlich effizienter abgewickelt werden.

Transitverfahren bleiben unverändert

Für Sendungen, die mit einem Transitdokument T1/T2 aus dem Ausland über Österreich in die Schweiz transportiert werden, ergeben sich derzeit keine Änderungen.

Diese Transporte können weiterhin nach dem bisherigen Verfahren abgewickelt werden.

Weitere Änderung bei Exporttransporten mit T1-Verfahren

Bereits seit Juni gilt zudem eine zusätzliche Vorgabe für bestimmte Exporttransporte mit einem von uns eröffneten T1-Verfahren. Dies betrifft beispielsweise Transporte von der Schweiz über Österreich nach Serbien. In diesen Fällen wird zusätzlich ein Transiteingangsschein benötigt. Dieser muss durch einen österreichischen Partner erstellt werden.

Unser Fazit: Gute Vorbereitung wird noch wichtiger

Smart Border Austria ist ein weiterer Schritt hin zu einer digitaleren und effizienteren Zollabwicklung zwischen Österreich und der Schweiz.

Für Unternehmen bringt die neue Lösung perspektivisch einfachere Abläufe an der Grenze. Gleichzeitig steigen jedoch die Anforderungen an die frühzeitige und vollständige Vorbereitung der Verzollung und der erforderlichen Versandinformationen.

Unsere Empfehlung: Stellen Sie sicher, dass alle benötigten Angaben und Dokumente möglichst frühzeitig vorliegen und an die beteiligten Stellen beziehungsweise den Fahrer weitergeleitet werden. Damit lassen sich unnötige Rückfragen und Verzögerungen an der Grenze vermeiden.

Sie sind unsicher, welche Dokumente Sie für Ihren Transport benötigen oder wie sich Smart Border Austria auf Ihre Sendungen auswirkt?

Unsere Zollabteilung unterstützt Sie gerne bei Fragen zu den neuen Prozessen und bei der korrekten Vorbereitung Ihrer Transporte.

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